Yoga

Das Wort Yoga bedeutet „Einheit“ oder „vereinigen“.

Yoga ist ein sehr wissenschaftlicher und strukturierter Weg, durch den sich die Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele wieder herstellen lässt.

Yoga ist, wenn die Bewegungen des Geistes zur Ruhe kommen. (Patanjali Yoga-Sutra 1.2)

Patanjali entwickelte etwa 200 v. Chr. den achtgliedrigen Yogapfad – Ashtanga Marga, welcher zu einem Zustand des völligen inneren Friedns führt:

  1. Yama beschreibt wichtige Verhaltensregel gegenüber der Umwelt, die für alle Menschen gelten: Gewaltlosigkeit (Ahimsa), Wahrhaftigkeit (Satya), nicht stehlen (Asteya), Enthaltsamkeit (Brahmacharya) und Begierdelosigkeit (Aparigraha).
  2. Niyama umfaßt die Regeln der Yoga bietet die optimale Ergänzung zu den Massagen. Der Vorteil von Yoga besteht darin, daß es alleine ausgeführt werden kann.
  3. Asanas sind die Körperübungen des Yoga.
  4. Pranayama schult den Atem.
  5. Pratyahara ist der Rückzug der Sinne von Objekten und Reizen.
  6. Dharana schult die Konzentration.
  7. Dhyana ist Meditation.
  8. Samadhi ist ein Zustand der Versenkung, Erleuchtung, Glückseligkeit und der Verschmelzung mit der Einheit allen Seins.

Es gibt zahlreiche Yoga-Wege, welche die höchste spirituelle Entwicklung zum Ziel haben.

Indischer Yoga – Westlicher Yoga

Heute haben wir den Eindruck, dass jeder Inder perfekt in Yoga ist und auch diesen tagein und tagaus übt. Bis ins 16. Jahrhundert hinein blieb in Indien Hatha Yoga (der „körperliche Yoga“ -der Körper als Werkzeug) sehr populär. Entwicklungen einer zunehmend streng-religiösen Ausrichtung im Hinduismus führten jedoch dazu, dass niedere Kastenangehörige sowie Frau vom Übungsweg des Yoga ausgeschlossen wurden. Die Folge war, dass der Weg des Yoga nahezu vollkommen aus dem Leben der Inder verschwand. Erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte der Yoga in Indien und darüber hinaus seine Renaissance.

Neben zahlreichen Yogis haen vor allem zwei Inder den Yoga zu dem  gemacht, wie er heute weltweit bekannt ist: Swami Sivananda Saraswati und T.Krishnamacharya. Swami Sivananda Saraswati entwickelte einen Yoga-Stil der Karma, Jnana, Bhakti und Raja Yoga miteinander vereinte: Eine sanfte Yoga-Praxis, um den Körper geunsd zu halten, gehört ebenso dazu wie Meditation, um den Geist zu beruhigen. In Indien habe ich die Erfahrung gemacht, dass Yoga gleich mit Meditation gesetzt wird. Hier liegt weniger der Fokus auf den körperlichen Übungen sondern mehr auf die spirituelle Entwicklung des Einzelnen.  Tirumalai Krishnamacharya prägte wie kaum ein anderer den körperbetonten Yoga, der heute in zahlreichen Stilvarianten im Westen gelehrt und geübt wird. Zu seinen berühmtesten Schüler gehören B.K.S: Iyengar, Patthabi Jois und T.K.V. Desikachar.

Die Begrifflichkeiten des modernen Yoga gleichem einen Dschungel und erscheinen auf den ersten Blick verwirrend. Alle heute praktizierenden Stile lassen sich auf die drei historischen Grundlagen – den religiös geprägten Yoga, den Yoga aus den Sutras des Patanjali und den Hatha Yoga – zurückführen. Alle schöpfen letztlich aus den gleichen Quellen und setzten lediglich unterschiedliche Schwerpunkte.

Yoga ist keine Gymnastik. Wesentlich ist das bewußte, tiefe Atmen und ein aufmerksames Ausführen jeder einzelnen Bewegung.

 

Yoga bietet eine optimale Ergänzung zu der besonderen Wirkung der ayurvedischen Massagen!