Shirodhara – der Stirnölguss

„Shirodhara“ ist wohl die bekannte Ayurveda Anwendung und schlichtweg oft das Sympbolbild für den Ayurveda. Ein warmer, bleistiftdicker Ölstrahl wird für eine gewisse Zeit kontinuierlich über Stirn und Schläfen fließen. Es ist eine der schönsten, feinsinnigsten und intensivsten Behandlungen im Ayurveda.

Dieser ununterbrochene Ölfluss soll einen entspannenden Impuls in den Gehirnzellen auslösen. Dadurch erhöht sich die Kohärenz der Gehirnwellen. Die linke und die rechte Gehirnhälfte werden in Balance gebracht und das vegetative nervensystem findet einen Ausgleich. Vorhandene Spannungen in der Wirbelsäule sollen sich lösen. Der  Stirnölguss gilt als Rasayana, eine verjüngende und stressauflösende Anwendung.

Kontraindikationen:
  • Schwitztherapie (Svedana)
  • Hypotonie oder kreislaufschwäche
  • Während der Mensis
  • Diabetes Mellitus

Takradhara – Sonderform des Shirodhara

„Takra“ bedeutet Buttermilch. Ein Dhara mit kräuterversetzten Buttermilch wird Takradhara genannt. Und ist eine typische Behandlung in Kerala. Dort wird diese Anwendung wegen des schwül-heißen Klimas gerne eingesetzt. Dieser Guss wirkt stark kühlend, Pitta reduzierend. In seiner Wirkung ist er dem Shirodhara nicht unähnlich. Die Betonung liegt hier auf die stark kühlende Wirkung auf den gesamten kranialen Bereich und somit indirekt auf das Vegetativum.

Der Stirnölguß eine wichtige ayurvedische Behandlung